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// Das Siegel erklärt

bluesign

bescheinigt, dass bei der Herstellung keine giftigen Substanzen verwendet wurden

Foto von bluesign

Verbot von Schadstoffen für Mensch und Umwelt, Ressourcenoptimierung, Abfallmanagement : Das bluesign Label verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, um Transparenz und Rückverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Zertifizierungsstelle SGS
Kontrollstelle bluesign Technologies AG
Kostenpflichtige Zertifizierung Ja

Umweltanforderungen

  • Ressourcenschonung bei Produktion und Herstellung: Das Label verlangt eine genaue Bewertung des Ressourcenverbrauchs sowie deren optimale Nutzung.
  • Kontrollierter Wasserverbrauch: Ziel ist es, die Wasserverschmutzung so gering wie möglich zu halten. Dafür prüft das Label, ob der Wassereinsatz in der Produktion optimiert wurde und eine Abwasserbehandlung vorgesehen ist, damit keine giftigen Stoffe in Flüsse, Seen und Meere gelangen.
  • CO2-Emissionen: Sie müssen entlang der gesamten Produktionskette kontrolliert werden, um die Luftqualität zu sichern. Die eingesetzten Komponenten dürfen nur wenige Emissionen verursachen, und auch der Energieeinsatz muss optimiert werden, um Verschwendung zu vermeiden.
  • Einsatz von Chemikalien: Das Label erfasst die Chemikalien und ihre Herkunft, verbietet gesundheitsschädliche (als giftig und/oder krebserregend eingestufte) sowie umweltschädliche Stoffe und schlägt den Herstellern Alternativen vor.
  • Abfallbehandlung

Das bluesign Label vernetzt Chemikalienlieferanten, Hersteller und Marken, um Schwachstellen vor Ort aufzudecken.

Soziale Anforderungen

Ergänzend zu den Umweltanforderungen verlangt das bluesign Label den Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Textilarbeiter*innen.

Das Label stützt sich auf die Übereinkommen der ILO (Internationale Arbeitsorganisation):

  • Frei gewählte Arbeit
  • Gewerkschafts- und Vereinigungsfreiheit
  • Verbot von Kinderarbeit
  • Angemessene Arbeitszeiten
  • Verbot jeglicher Form von Diskriminierung und Einschüchterung
  • Gleichstellung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt, Schutz während der Schwangerschaft und Anspruch auf Mutterschaftsurlaub.

Das Programm zur sozialen Verantwortung wird von unabhängigen Organisationen bewertet, etwa der Fair Wear Foundation, SA8000 Social Accountability International (SAI), Fairtrade Textile Production, Fair Labour Association (FLA) oder der World Fair Trade Organization.

Gesundheitliche Anforderungen

Das Label prüft in jedem Produktionsschritt, ob die Gesundheit der Verbraucher*innen geschützt ist. Deshalb achtet es besonders genau auf die Art der chemischen Substanzen, die im Produktionsprozess eingesetzt werden.

Über bluesign Technologies AG

Das bluesign Label wurde vom Schweizer Unternehmen Bluesign Technologies AG ins Leben gerufen. Diese Multi-Stakeholder-Organisation arbeitet eng mit Unternehmen und Marken zusammen, die eingeladen werden, Mitglied der Organisation zu werden.

Das Label möchte die Standards gemeinsam festlegen, sie weiterentwickeln, die Fortschritte der Unternehmen begleiten und prüfen, ob ihre Maßnahmen den Anforderungen entsprechen.

Das bluesign Label bietet außerdem Beratung an, um Unternehmen dabei zu helfen, langfristig nachhaltig zu handeln. Zudem sollen die Strategiewechsel den Unternehmen selbst zugutekommen: niedrigere Produktionskosten, mehr Wettbewerbsfähigkeit und Innovation usw.

Neben Unternehmen arbeitet das Label gegebenenfalls auch mit Behörden, Verbänden, NGOs oder Verbrauchervertretungen zusammen.

Geltungsbereich des Labels

Das Label setzt in den verschiedenen Produktionsschritten an, statt das Endprodukt zu kontrollieren. Die Kontrolle ist umfassender und betrifft die Auswahl der Rohstoffe (Natur- und Synthetikfasern) sowie die Textilherstellung.

Noch vor Produktionsbeginn prüft das Label, ob alle Schadstoffe beseitigt wurden. Die Produktionsbedingungen kontrolliert das Label hingegen nicht.

Bei der Textilherstellung wird besonders auf die Schritte Färben und Veredelung geachtet.

So funktioniert das Label

Es gibt zwei Varianten des bluesign Labels:

  • Das Label bluesign® APPROVED: Um es zu erhalten, muss mindestens eine Komponente eines Textilprodukts oder eine chemische Substanz die Kriterien des Labels erfüllen. In diesem Fall müssen die Hersteller angeben, welche Produkte oder Substanzen von der Zertifizierung betroffen sind.
  • Das Label bluesign® PRODUCT: Diese Variante geht deutlich weiter. Das gesamte Produkt muss zu mindestens 90% aus bluesign® APPROVED Textilien und zu 30% aus bluesign® APPROVED Zubehör bestehen. Außerdem muss der Hersteller Mitglied der Organisation bluesign Technologies AG sein. Dieses Label sorgt für Rückverfolgbarkeit für Marken, Partner und Verbraucher*innen. Anders gesagt: Fast die gesamte Produktion ist durchdacht und begrenzt Umweltschäden. Langfristiges Ziel des Labels sind 100% bluesign® APPROVED Komponenten.

Zertifizierungsstelle

Die Zertifizierung übernimmt die SGS-Gruppe. Diese Organisation führt Inspektionen, Audits und Zertifizierungen durch. Das Label wird für einen begrenzten Zeitraum vergeben und muss danach durch neue Audits erneuert werden.

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