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// Ein Material, das ethische Mode meidet

Lycra

Lycra ist eine eingetragene Marke des US-amerikanischen Unternehmens Invista, das eine synthetische elastische Faser namens Elasthan herstellt. Es ist ein erdölbasiertes synthetisches Material, das in elastischer Kleidung steckt. Es ist umweltschädlich und nicht biologisch abbaubar.

Foto von Lycra

Was ist Lycra?

Lycra ist eine eingetragene Marke des US-amerikanischen Unternehmens Invista, das eine synthetische elastische Faser namens Elasthan herstellt. Es ist ein erdölbasiertes synthetisches Material, das in elastischer Kleidung steckt. Es ist umweltschädlich und nicht biologisch abbaubar.

Wichtig zu wissen: Der Begriff Lycra wird oft gleichbedeutend mit Elasthan verwendet, obwohl Lycra eine eingetragene Marke von Invista ist.

Lycra ist für seine hohe Dehnbarkeit bekannt und dafür, dass es nach dem Dehnen wieder in seine ursprüngliche Form zurückfindet. Es wird oft mit anderen Textilfasern wie Baumwolle, Wolle, Polyester oder Nylon gemischt, um deren Dehnbarkeit und Rückstellvermögen zu verbessern. Lycra ist außerdem beständig gegen Schweiß, Chemikalien und Sonnenlicht, weshalb es bei Sport- und Outdoorbekleidung sehr beliebt ist.

Wie wird Lycra hergestellt?

Die Herstellung von Lycra umfasst mehrere Schritte:

  1. Herstellung des Polymers: Polyurethan entsteht durch die chemische Reaktion mehrerer Komponenten, darunter ein Diisocyanat und ein Diol. Das Polymer wird anschließend zu Filamenten extrudiert.
  2. Verstrecken und Texturieren: Die Polyurethanfilamente werden verstreckt und texturiert, sodass eine feine, widerstandsfähige elastische Faser entsteht. Diese Faser lässt sich bis auf das Siebenfache ihrer ursprünglichen Länge dehnen.
  3. Weben und Stricken: Aus der elastischen Faser werden anschließend durch Weben und Stricken elastische Stoffe hergestellt.
  4. Veredelung: Die elastischen Stoffe werden mit chemischen und thermischen Behandlungen veredelt, um ihre Beständigkeit gegen Wasser, Chemikalien und Sonnenlicht zu verbessern.

Die Herstellung von Lycra ist komplex und erfordert Spezialanlagen, um hochwertige elastische Fasern zu produzieren. Elastische Fasern werden oft mit anderen Textilfasern gemischt, um elastische Stoffe für Kleidung, Unterwäsche, Badebekleidung und andere Artikel herzustellen.

Welche Umweltauswirkungen hat Lycra?

Die Produktion von Lycra hat zahlreiche negative Auswirkungen auf die Umwelt:

  1. Nutzung nicht erneuerbarer Ressourcen: Für die Produktion von Lycra werden nicht erneuerbare Ressourcen wie Erdöl benötigt, der Rohstoff für das in Lycra verwendete Polyurethan.
  2. Treibhausgasemissionen: Die Produktion von Lycra verursacht Treibhausgasemissionen, insbesondere Kohlendioxid (CO2) und Distickstoffmonoxid (N2O), die zum Klimawandel beitragen.
  3. Wasserverbrauch: Die Produktion von Lycra benötigt außerdem Wasser für die Herstellungsprozesse und chemischen Behandlungen, was sich auf die lokalen Wasserressourcen auswirken kann.
  4. Abfallentsorgung: Abfälle aus der Lycra-Produktion, etwa die bei den Behandlungen eingesetzten Chemikalien und ungenutzte Lycra-Fasern, lassen sich nur schwer verantwortungsvoll entsorgen.
  5. Auswirkungen auf die Biodiversität: Abwässer und Abfälle aus der Lycra-Produktion können zudem die Biodiversität sowie die Qualität von Wasser und Böden vor Ort beeinträchtigen.

Wichtig zu wissen: Diese Umweltauswirkungen betreffen nicht nur Lycra, sondern auch die Produktion anderer Synthetikfasern wie Polyester und Nylon. Es gibt jedoch nachhaltigere Alternativen für Kleidung

Welche Alternativen gibt es?

Die einzige umweltfreundlichere Alternative, die die ursprünglichen Eigenschaften des Materials beibehält, ist seine recycelte Version.

Recyceltes Elasthan (oder Lycra) entsteht durch das Sammeln und Aufbereiten synthetischer Fasern zu recyceltem Elasthan. Umweltfreundlicher als die neue Version, greift recyceltes Elasthan nicht auf natürliche Ressourcen zurück, sondern ermöglicht die Wiederverwendung bereits produzierten Materials. Dabei büßt die recycelte Version weder an Qualität noch an Elastizität ein.

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