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// Ein Material, das ethische Mode meidet

Was ist Polyacryl?

Polyacryl ist ein Kunststoff auf Erdölbasis, den man in Wollpullovern und Kunstpelzen findet. Neues Polyacryl ist energieintensiv und umweltschädlich, deshalb greift man wann immer möglich lieber zu recyceltem Polyacryl.

Foto von Polyacryl

Was ist Polyacryl?

Polyacryl ist eine chemische Kunstfaser, die aus Mineralöl oder anderen Kohlenwasserstoffen gewonnen wird. Wie andere Kunstfasern auch, wird Polyacryl aus Erdöl hergestellt.

Am bekanntesten ist Acryl als Farbe, doch auch in der Textilindustrie wird es immer häufiger eingesetzt. Zum Beispiel für Kunstpelz oder für Pullover, wo es oft mit anderen Fasern gemischt wird, damit die Kleidung weicher, geschmeidiger und pflegeleichter wird.

Polyacryl wird oft für Kunstpelz verwendet oder um Wolle zu imitieren ...
Polyacryl wird oft für Kunstpelz verwendet oder um Wolle zu imitieren ...

Trotz einiger technischer Vorteile ist Polyacryl ein sehr umweltschädliches und gefährliches Material. Seine Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit sind äußerst negativ.

Die Lösung? Auf ungemischte Naturstoffe wie Wolle oder Bio-Baumwolle zu setzen, scheint derzeit die beste Alternative zu sein, die die ethische Mode bietet.


Polyacryl, eine umweltschädliche Faser, die du meiden solltest

Polyacryl ist alles andere als ethisch, nachhaltig und umweltfreundlich. In jeder Phase des Lebenszyklus eines Kleidungsstücks aus Polyacryl sind die Auswirkungen negativ.

Kleidung aus Polyacryl schadet der Umwelt

Polyacryl wird aus Erdöl hergestellt, und seine Produktion benötigt 30% mehr Energie als Polyester.

Kleidung aus Polyacryl ist in der Regel nicht besonders hochwertig. Sie neigt zum Pilling und ist nicht sehr strapazierfähig. Außerdem ist Polyacrylstoff nicht atmungsaktiv und hält Gerüche. Kleidung mit Polyacryl hat daher eine eher kurze Lebensdauer, was mehr Abfall verursacht.

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Außerdem sind Kleidungsstücke aus Polyacryl, wie alle Kunstfasern, für die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt verantwortlich. Beim Waschen in der Waschmaschine lösen sich nämlich winzige Faserpartikel vom Kleidungsstück, passieren die Filter der Kläranlagen und landen mit dem Abwasser in der Natur. Mit bloßem Auge unsichtbar, schaden diese Mikrofasern den Gewässern und dem Gleichgewicht der Ökosysteme.

Kleidung aus Polyacryl schadet dem Menschen

Grundlage von Kleidung aus Polyacryl ist das Molekül Acrylnitril. Es ist als mutagener Stoff eingestuft, das heißt, es kann auf die DNA einwirken und unter anderem Krebs verursachen.

Polyacryl enthält giftige Stoffe, die für den Menschen gefährlich sein können. Immer mehr Organisationen weisen auf Risiken von Allergien und Reizungen hin. Manche behaupten sogar, Polyacryl sei ein endokriner Disruptor, der physiologische Störungen, insbesondere der Fortpflanzung, verursachen kann.

Wird ein Kleidungsstück aus Polyacryl weggeworfen und landet in der Müllverbrennung, setzt es beim Verbrennen Kohlendioxid (CO2) frei, aber auch Cyanwasserstoff (HCN), ein für den Menschen extrem giftiges Gas.

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Warum wird Polyacryl noch so häufig verwendet?

Die Polyacrylfaser ist für ihren Tragekomfort bekannt. Sie ist sehr leicht und macht Kleidung weich und seidig. Außerdem wirkt sie wärmeisolierend, sodass man sie zu jeder Jahreszeit tragen kann.

Sie ist ein pflegeleichtes Material und macht Kleidung deutlich geschmeidiger. Sie gilt als thermoplastisch, das heißt, Kleidung aus Polyacryl knittert nicht und muss nicht gebügelt werden. Auch trocknet Kleidung aus Polyacryl sehr schnell.

Polyacryl ist ein sehr umweltschädliches Erdölderivat, das zur Herstellung von Kleidung verwendet wird.
Polyacryl ist ein sehr umweltschädliches Erdölderivat, das zur Herstellung von Kleidung verwendet wird.

Polyacryl wird in der Textilindustrie in vielen verschiedenen Formen eingesetzt. Daraus werden Pullover ebenso hergestellt wie Dessous oder Kunstpelz. Meist wird es mit Baumwolle, Wolle oder anderen Kunstfasern gemischt.

Ein unbestreitbarer Vorteil von Polyacryl ist auch sein Preis. Dieses chemische Material ist viel günstiger als zum Beispiel Wolle, fühlt sich aber ähnlich an. Es kommt übrigens nicht selten vor, dass man Polyacryl in dicken Winterpullis mit Wolle verwechselt.

Ich habe Kleidung aus Polyacryl, was tun?

Auch wenn du Kleidung aus Polyacryl kaufst oder besitzt, kannst du ihre Auswirkungen verringern, indem du den Guppy Friend verwendest, einen Waschbeutel, der die Verbreitung von Mikroplastikfasern im Wasser begrenzt.
Der Waschbeutel Guppy Friend hält mindestens 90% der Mikroplastikpartikel zurück.
Der Waschbeutel Guppy Friend hält mindestens 90% der Mikroplastikpartikel zurück.

Die Geschichte von Polyacryl

Eine überwiegend asiatische Produktion

Polyacryl wurde 1942 in Deutschland entdeckt. Heute liegen die Herstellerländer chemischer Kunststoffe in Asien. An der Spitze der Exporteure stehen China und Indien, gefolgt von Ländern wie Taiwan und Indonesien. Weltweit werden jährlich über 50 Millionen Tonnen Chemiefasern produziert. Unter den verwendeten Chemiefasern macht Polyacryl jedoch nur 3,5% der Produktion aus. Das liegt daran, dass Polyacryl nur selten der Hauptbestandteil von Kleidung ist: Es lohnt sich vielmehr, es mit anderen Fasern zu mischen.

Herstellung: von der Polymerisation bis zum fertigen Kleidungsstück

Polyacryl entsteht durch „Polymerisation von Acrylnitril“, also durch das schrittweise Aneinanderfügen von Acrylnitril-Molekülen. So entsteht eine Masse, die anschließend versponnen wird. Für diese Schritte werden Lösungsmittel benötigt. Danach wird die gewonnene Faser gewebt, mit heißem Wasser gewaschen und in ein Säurebad getaucht, um sie antistatisch zu machen.

Was macht die ethische Mode?

Angesichts dieser so negativen Umweltbilanz versuchen viele Marken der ethischen und nachhaltigen Mode, Alternativen zu finden: Sie verwenden recycelte, natürliche oder Bio-Materialien. So zum Beispiel die Marke Thinking Mu, die eine ethische und farbenfrohe Garderobe anbietet, von T-Shirts aus Bio-Baumwolle für Damen bis zu Kleidern und Röcken. Oder die Marke Colorful Standard, die von Mützen aus recycelter Wolle bis zu Sweatshirts und Bio-T-Shirts für Herren alles anbietet.

Bei WedressFair wählen wir nur Marken aus, die es richtig machen, nachhaltige Materialien verwenden und ethisch produzieren, um dir das Beste der nachhaltigen Mode zu bieten.

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