Was ist upgecycelte Wolle?
Upgecycelte Wolle ist ein natürliches, tierisches, biologisch abbaubares, temperaturregulierendes, antibakterielles und robustes Material, das aufgewertet wurde, um weiterverarbeitet zu werden.
Die Wollfaser stammt meist aus dem Vlies des Schafs, sie kann aber zum Beispiel auch aus dem Haar von Ziegen, Kaninchen oder Alpakas bestehen. Stammt die Wolle nicht vom Schaf, ändert sich ihr Name: Von Kaschmir spricht man zum Beispiel, wenn die Faser von der Kaschmirziege stammt.
Konventionelle Wolle bringt zahlreiche Missstände mit sich, vor allem für die Umwelt, aber auch für die Tiere (siehe Was ist Wolle?).
Mit upgecycelter Wolle lässt sich dieses Material wiederverwenden, ohne dass es stark verarbeitet werden muss.
Meist stammen upgecycelte Stoffe aus gespendeter Kleidung und Haushaltswäsche, aber auch aus Restrollen der Industrie oder Stoffresten von Designern (große Modehäuser wie kleine Labels).
Warum ist upgecycelte Wolle umweltfreundlich?
Das upgecycelte Material wird direkt vor Ort verwendet. Es muss nicht von weit her geholt werden, sondern wird lokal wiederverwendet. So entfällt der ökologische Fußabdruck des Transports.
Das Material wird gerettet, kurz bevor es weggeworfen oder verbrannt würde. Seine Wiederverwendung verringert nicht nur die schädlichen Folgen der Mülldeponierung oder des CO2 in der Atmosphäre, sondern reduziert auch die Produktion neuer Stoffe.
Die Herstellung neuer Stoffe verbraucht Energie und Wasser (sogar bei recycelten Stoffen). Wird kein neues Material produziert, lässt sich dieser Energieaufwand einsparen.
Und neben dem ökologischen Aspekt hat Upcycling meist auch eine soziale Dimension. Die lokale Wiederverwendung des Materials holt oft Arbeitsplätze nach Frankreich zurück, häufig über Integrationsbetriebe, die Menschen fern vom Arbeitsmarkt helfen, eine dauerhafte und erfüllende Arbeit zu finden.