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// Nachhaltiges Material

Was ist Kork?

Kork ist ein 100% natürliches, nachwachsendes und biologisch abbaubares Material.

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Was ist Kork?

Kork stammt ursprünglich von der Korkeiche. Dieser Baum wächst im westlichen Mittelmeerraum. 2017 standen 34 % der Korkeichen in Portugal (Portugal produziert übrigens mehr als 70 % des weltweiten Korks), 27 % in Spanien, 18 % in Marokko und 11 % in Algerien. Man findet sie auch in Tunesien, in Südfrankreich und an der Westküste Italiens. Die Korkwälder werden "Dehesa" genannt und bilden einzigartige natürliche Ökosysteme. Die Bäume bieten Tieren Zuflucht, halten die Feuchtigkeit im Boden und beugen seiner Erosion vor. Korkwälder bilden außerdem natürliche Brandschutzbarrieren.

Sie ist der einzige Baum, dem man die Rinde abnehmen kann, ohne dass er stirbt, und der deshalb nicht gefällt werden muss. Die Rinde regeneriert sich nach jeder Ernte. Dafür speichert sie CO2 und wandelt es durch Photosynthese in Kork um (1 kg Kork bindet 50 kg CO2). So gehört die Korkeiche zu den Arten, die am meisten CO2 aufnehmen.

Welche Eigenschaften hat Kork?

Kork hat zahlreiche Eigenschaften, die er in verschiedensten Formen behält.

Er ist ein reibungsbeständiges Material. Von Natur aus wasserabweisend und fäulnisresistent, eignet er sich als langlebige Wärme-, Schall- und Elektroisolierung. Da er antistatisch ist, zieht er keinen Staub an. Er wird weder von Insekten noch von Nagetieren angegriffen.

Die Korkzellen haben ein elastisches Gedächtnis, dank dem er nach einem Stoß oder Druck nicht dauerhaft verformt wird.

Kork ist außerdem sehr feuerbeständig und schwer entflammbar.

Und nicht zuletzt ist er ein 100 % natürliches, nachwachsendes und biologisch abbaubares Material.

Wie wird Kork geerntet?

Der Baum wird frühestens mit 25 Jahren zum ersten Mal geschält.

Die Rinde wird etwa alle zehn Jahre zwischen Ende Frühling und Sommer geerntet. Dieser Rhythmus erlaubt es der Rinde, sich während des gesamten Lebens der Eiche (etwa 170 Jahre) zu regenerieren. Zwischen den Schälungen wird die Korkeiche weder gefällt noch beschädigt. Der Kork wird nur vom Stamm geerntet, die Äste wachsen weiter.

Der Kork wird von Hand mit Äxten geerntet. Anschließend wird die Rinde sechs Monate im Freien gelagert, damit sich die Zellen stabilisieren und das Material seine Feuchtigkeit verliert. Danach wird der Kork eine Stunde lang in Wasser gekocht, wodurch die Rinde die Form einer Platte erhält. Dieser Schritt erhöht zudem seine Elastizität und entfernt alle Verunreinigungen. Das Kochwasser enthält keine Behandlungszusätze und ist daher ein Abfall ohne Verschmutzungsrisiko.

Wie wird Korkstoff hergestellt?

Nach Ernte und Behandlung wird die Rinde der Korkeiche getrocknet und zu mehreren feinen Fasern verarbeitet. Diese werden von Hand zusammengefügt, dann werden alle Fasern in einem Bad aus natürlichen Essenzen behandelt. Anschließend wird das Material auf hohe Temperatur erhitzt, damit sich die Fasern durch Suberin verbinden, einen fetthaltigen Bestandteil des Korks, der das Verkleben erleichtert. Korkblätter von wenigen Zehntelmillimetern Dicke werden danach per Laser zugeschnitten und dank der bindenden Eigenschaften des Suberins auf ein Textilgewebe kaschiert.

Wie ein Stoff verarbeitet, ist Kork ein veganes, flexibles, leichtes und natürliches Material, das Leder ersetzen kann. Er ist reißfest und lässt sich mit Seifenwasser und einem Schwamm reinigen. Er fühlt sich samtig und weich an, irgendwo zwischen Leder und Wildleder.

Wofür wird Kork sonst noch verwendet?

Kork ist ein Zero-Waste-Produkt: Alle Teile der Rinde werden bei der Verarbeitung verwertet und genutzt.

70 % des Korks werden in der Weinindustrie verwendet, vor allem für Flaschenkorken. Der Rest kommt in verschiedenen Bereichen wie Deko, Lederwaren oder im Bauwesen zum Einsatz.

Zerkleinert und mit Harz gepresst, kann Kork zum Beispiel als Schall- und Wärmedämmung dienen.

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