Heute werden weltweit 100 Milliarden Kleidungsstücke pro Jahr produziert, also etwa 12,5 Kleidungsstücke pro Mensch und Jahr. In Frankreich sind das fast 9,5 kg pro Jahr und Einwohner.
Fälschlicherweise wird manchmal Material als "recycelt" bezeichnet, das direkt wiederverwendet wird, ohne verarbeitet worden zu sein. Das nennt man allgemein Upcycling. Eigentlich sollte dieses Verfahren nicht als Recycling gelten, sondern als Upcycling.
Textilien gelten als recycelbar (zu neuen Fasern), wenn sie keine Mischung aus synthetischem und natürlichem Material enthalten. Technologisch sind wir bisher nicht in der Lage, diese Fasern in einem industriellen Verfahren im großen Maßstab zu trennen.
Recycelte synthetische Textilmaterialien:
Dagegen können wir bestimmte Kunststoffe sehr gut zu synthetischen Rohstoffen für die Textilindustrie recyceln. PET (Polyethylenterephthalat) ist das Ausgangsmaterial für die Herstellung von Plastikflaschen. Es lässt sich heute leicht zu Textilfasern recyceln. Genau wie einige andere Kunststoffe: Polyamid, Polyester, ...
💬 Recyceltes Elasthan
💬 Recyceltes EVA
💬 NILIT® EcoCare (recyceltes Nylon)
Recycelte natürliche Textilmaterialien:
Natürliche Materialien können zu neuen Textilmaterialien recycelt werden. Achtung: Beim Recycling werden die Fasern oft kürzer, was die Haltbarkeit des Produkts beeinträchtigen kann. Um dieses Problem auszugleichen, werden recycelte Naturmaterialien oft mit recycelten oder nicht recycelten synthetischen Materialien "gemischt".
💬 Recycelter Kautschuk
💬 Recyceltes Kaschmir
💬 Recyceltes Leinen
Upgecycelte Materialien
Sogenannte "upgecycelte" Textilien werden ohne große Veränderungen verwendet. Meist werden sie an Sammelstellen eingesammelt (wo ungenutzte Materialien landen), dann sortiert und gewaschen. Je nach Material werden daraus Tops, T-Shirts, Slips, Jacken ...
💬 Upgecycelte Reifen
Mehr zum Thema ...
💬 Recycling, Downcycling und Upcycling: Was sind die Unterschiede?